Aus dem Video zu "Hello" - Regie:  Xavier Dolan, @XDolan

Am Freitagmorgen erscheint die neue Single “Hello”. Damit meldet sich Adele nach 4 Jahren zurück und bleibt sich treu. Leidenschaft, Liebe und Schmerz verschmelzen erneut. 

Vintage Look, vergilbtes Bild und ein Hauch von Nostalgie bringt das Bild mit sich. Aus dem Fenster eines Hauses sieht man die Straße, auf der Fensterbank selbst, tote Fliegen. Ein Auto fährt vor, Adele steigt aus. Mit Sonnenbrille im Gesicht versucht sie gegen die Sonne des kühl wirkenden Tages anzukämpfen. Kurz darauf telefoniert sie, sagt “Hallo…do you hear me now?”, sie scheint kein Netz zu haben. Ihre Haare fliegen im Wind. Adele öffnet die Tür zum Haus, dem Haus in dem sie scheinbar einst glücklich gewesen ist. Bis dahin vergeht etwas mehr als eine Minute, dann setzt die Musik ein.

Nach 4 Jahren des Stillschweigens meldet sich die britische Sängerin mit ihrer neuen Single “Hallo” aus dem neuen Album “25” zurück. Sehnlichst erwartet und herzlichst empfangen wird ihr Song. Auch das oben beschriebene Video ist auf die Künstlerin zugeschnitten.

Mit bisher als 50 Millionen Tonträgern, namenhaften Nominierungen und Auszeichnungen ist dies kein Versuch wieder in die Öffentlichkeit zu treten. Wir kennen sie nur all zu gut, Adele schien die letzten Jahre sehr glücklich gewesen zu sein, denn sie schreibt am Besten über ihre Gefühle. Wörtlich sagt sie:  “Ich kann nicht wirklich über meine Gefühle sprechen, wenn ich traurig bin. Deshalb muss ich über sie schreiben. Wenn ich das getan habe, geht es mir wieder gut. Dann habe ich es aus meinem Kopf. Für mich ist es wie eine Therapie.”

6 Minuten lang ist das Video zum dramatischen Lied. Hierfür engagierte Adeles Plattenfirma den franko-kanadischen Filmemacher Xavier Dolan. Mit Filmen wie Mommy (2015 in der Vorauswahl für einen Oscar als bester fremdsprachigen Film) ist der junge Regisseur derzeit einer der interessantesten seiner Art. Dennoch behält das Video den absolut unverwechselbaren Adele Look.

Obgleich die Farben des Videos an ein filmisches Drama erinnern, der Musik Video Stil wird eingehalten.

Adele kommt in dieses Haus und nimmt die verstaubten Decken von den alten Möbeln herunter, reist die Vorhänge von den Fenstern und verliert sich in Erinnerungen. Erinnerungen an eine einst schöne Liebe. Das Haus scheint die Verbindung herzustellen zwischen einer Zeit, in der sie glücklich war und dem jetzigen Zeitpunkt der Trauer.

Regisseur Dolan schreibt keine neue Rolle. Adele spielt sich selbst und Dolan inszeniert sie in ihrer Besten Rolle, die der Leidenden Frau.  Eben deshalb sind ihre Balladen keine “Schnulzen” aber vielmehr Opern der Moderne, Opern des Pop.

Ihre emotionalen Selbsttherapien waren bereits mit den Alben “19” und “21” ein Erfolg, der nicht weg zu denken ist. Mit “25” legt Adele nach. Was außer “Hallo” noch auf uns zu kommt? Darauf sollten wir gespannt die Ohren spitzen.

ZUM VIDEO:

 

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